Zahnmedizinisches Zentrum Münster Nord
Dr. med. Frank Ingelmann
Zahnarzt und Arzt
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Erste Hilfe für die Zähne


Sekundenbruchteile der Unaufmerksamkeit können genügen: Schon hat man beim Radfahren oder Inlineskaten ein Loch im Asphalt übersehen, rutscht weg und stürzt. Wer sich dabei buchstäblich auf die Nase legt, verletzt sich nicht selten auch an den Zähnen – und ist dann auf schnelle und richtige Hilfe angewiesen.

Eine gute erste Hilfe kann Zähne retten – und dabei kommt es auf jede Minute an. Denn wenn ein Zahn bei einem Unfall ausgeschlagen wird, ist er schon nach etwa einer halben Stunde so geschädigt, dass er nicht wieder vollständig anwachsen kann. Also heißt es für die Helfer vor Ort: Rasch handeln und die wichtigen Regeln für den Umgang mit ausgeschlagenen Zähnen beachten.

  1. Hat man den Zahn gefunden, darf er nur am oberen weißen Teil, der Krone, angefasst werden. Die Wurzel dagegen sollte man auf keinen Fall berühren und auch nicht desinfizieren.
  2. Einen stark verschmutzten Zahn kann man mit klarem Wasser abspülen und sollte ihn dann möglichst sofort wieder vorsichtig in die Zahnlücke drücken.
  3. Ist das direkte Einsetzen nicht möglich, muss der Zahn für den Transport zum Zahnarzt feucht und steril gehalten werden, damit die für das Anwachsen wichtigen Zellen an der Wurzel nicht absterben. Am besten für den Transport geeignet ist eine Zahnrettungsbox aus der Apotheke. Sie enthält eine Nährlösung, in der Zähne oder Bruchstücke ein bis zwei Tage „überleben“ können.

Steht eine solche Box vor Ort nicht zur Verfügung, kann man sich auch unkonventionell behelfen: Eine Kunststofffolie und sogar handelsübliche H-Milch sind zum Transport geeignet und verlängern die Lebensdauer der Zellen auf etwa zwei bis drei Stunden. Absolut ungeeignet zur Aufbewahrung sind dagegen Wasser oder ein trockenes Tuch.

Auf jeden Fall zum Zahnarzt
Am Unfallort lässt sich nicht direkt beurteilen, wie schwer eine Verletzung ist, ob möglicherweise Zahnwurzeln oder -nerven mit betroffen sind. Das kann übrigens sogar der Fall sein, wenn man am Gebiss selbst gar nichts sieht. Deshalb sollte der Verletzte in jedem Fall so schnell wie möglich zum Zahnarzt. Nur er kann feststellen, wie groß der Schaden ist und ob sofort eine Behandlung nötig ist.

Kontrolle ist Pflicht
Eine Kontrolle ist Pflicht – im eigenen Interesse. Denn manche zunächst unsichtbare Verletzung macht sich sonst erst nach Monaten oder gar Jahren bemerkbar. Dann ist der Schaden oft größer, außerdem sind solche Spätfolgen sind oft nur schwer über die Unfallversicherung abzurechnen, wenn man den Unfall selbst und den Besuch beim Zahnarzt nicht direkt dokumentiert hat. Fazit: Ein Check beim Arzt gibt doppelte Sicherheit, für Zähne und Geldbeutel.